Es stand vor eines Hauses Tor
    Es stand vor eines Hauses Tor
    Ein Esel mit gespitztem Ohr,
    Der käute sich sein Bündel Heu
    Gedankenvoll und still entzwei. -
    Nun kommen da und bleiben stehn
    Der naseweisen Buben zween,
    Die auch sogleich, indem sie lachen,
    Verhaßte Redensarten machen,
    Womit man denn bezwecken wollte,
    Daß sich der Esel ärgern sollte. -
    Doch dieser hocherfahrne Greis
    Beschrieb nur einen halben Kreis,
    Verhielt sich stumm und zeigte itzt
    Die Seite, wo der Wedel sitzt.
Wilhelm Busch
(1832-1908)


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